Deutsches Padel-Märchen endet gegen Argentinien
VIertelfinal-Aus, und doch viel Grund zur Zufriedenheit: Die DPV-Männer haben klar gegen Argentinien verloren, aber wertvolle Erfahrungen gesammelt.

KI-generierte Illustration
Erstmals unter den besten acht Nationen der Welt: Deutschlands Padel-Männer haben bei der WM in Katar Geschichte geschrieben. Gegen Titelverteidiger Argentinien und im Platzierungsspiel gegen Schweden setzte es zwar Niederlagen, doch das änderte nichts an einem außergewöhnlichen Turnier aus deutscher Sicht.
Die ganz große Sensation blieb am Donnerstagnachmittag zwar aus, doch Deutschlands Padel-Männer hatten bei der Weltmeisterschaft in Katar dennoch ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Erstmals überhaupt erreichte das deutsche Team ein WM-Viertelfinale – und traf dort ausgerechnet auf Titelverteidiger Argentinien. Beim 0:3 war Deutschland letztlich chancenlos, verkaufte sich gegen eine Mannschaft voller absoluter Weltklasse-Spieler aber ordentlich. Argentinien gehört seit Jahren zur absoluten Spitze, verfügt über Spieler von allerhöchstem internationalem Niveau und ist für jede Nation außer die Spanier kaum zu bezwingen.
Wie besonders dieses Duell für die deutschen Spieler war, machte Nick Merten deutlich. "Es war ein unfassbares Erlebnis, gegen Argentinien spielen zu dürfen – für jeden Einzelnen, der auf dem Platz stand. Für mich persönlich war es das größte Spiel meiner Padel-Karriere. Ich glaube, das wird es auch erst mal bleiben", erklärte der deutsche Nationalspieler in einer Instagram-Story des Deutschen Padelverbands.
Viertelfinale: Deutschland - Argentinien 0:3
Deutschland | Argentinien | Ergebnis |
|---|---|---|
Reca / Wunner | Chingotto / Alfonso | 1:6, 1:6 |
Lindmeyer / Fitzon | Augsburger / Di Nenno | 0:6, 4:6 |
Böhnke / Merten | Stupaczuk / Arce | 3:6, 0:6 |
Die Niederlage fiel logischerweise klar aus – und trotzdem können die DPV-Männer extrem viel aus der Partie mitnehmen. Deutschland bekam es mit einem der stärksten Teams der Welt zu tun, hielt in einzelnen Phasen aber durchaus dagegen. Johannes Lindmeyer und Benjamin Fitzon holten im zweiten Satz gegen Leo Augsburger und Martín Di Nenno vier Spiele, Christian Böhnke und Nick Merten gestalteten den ersten Durchgang gegen Franco Stupaczuk und Maxi Arce zwischenzeitlich offen. Das war noch keine Augenhöhe, aber dass man gegen die Besten der Besten phasenweise mithält, ist eine für Padel-Deutschland tolle Erkenntnis.
Platzierungsspiel 1: Deutschland - Schweden 0:2
Im ersten Platzierungsspiel setzte es tags darauf ein 0:2 gegen Schweden. Auch dort blieb der ganz große Erfolg aus, doch die Niederlage änderte nichts am Gesamtbild dieses Turniers. In veränderter Aufstellung war Deutschland gegen die Skandinavier, schon länger eine Padel-Nation, über viele Phasen absolut auf Augenhöhe. Gerade in der Partie von Top-Talent Jonas Trümpler (17 Jahre) und Matthias Wunner wäre mindestens ein Satzgewinn möglich gewesen. Vincent Jülich und Benjamin Fitzon verzichteten angesichts der schon entschiedenen Partie auf das ausspielen des dritten Doppels.
Deutschland | Schweden | Ergebnis |
|---|---|---|
Lindmeyer / Merten | Windahl / Vasquez | 2:6, 4:6 |
Trümpler / Wunner | Yitbarek / Frost | 6:7, 3:6 |
Jülich / Fitzon | Olsson / Rutgersson | nicht gespielt |
insgesamt unterstrich das Team auch in diesen beiden Partien, dass sich im deutschen Padel viel bewegt hat. Deutsche Padelfans dürfen durchaus optimistisch in die Zukunft blicken: Die Nationalmannschaft ist konkurrenzfähig.
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