Viertelfinal-Traum platzt: DPV-Frauen unterliegen Großbritannien
Bitter! Deutschlands Padel-Frauen verlieren bei der WM 0:3 gegen Großbritannien und verpassen das Viertelfinale.

KI-generierte Illustration
Deutschlands Padel-Frauen haben das Viertelfinale der Weltmeisterschaft verpasst. Nach dem überraschenden Sieg gegen Brasilien unterlag das deutsche Team Großbritannien mit 0:3 und beendete die Gruppenphase auf dem letzten Platz. Besonders bitter: Im entscheidenden Doppel war für Victoria Kurz und Milla Blaschke durchaus mehr drin.
Nach dem überraschenden 2:1-Erfolg gegen Brasilien war die Hoffnung auf das Viertelfinale groß. Doch gegen Großbritannien folgte die Ernüchterung. Im ersten Doppel unterlagen Celina Ermann und Alissa Schmitz den Britinnen Victoria Nicholas und Chloe de la Mare mit 4:6, 0:6. Besonders bemerkenswert: De la Mare ist gerade einmal 16 Jahre alt. Damit lag der Druck auf dem zweiten deutschen Doppel, das unbedingt gewinnen musste, um die Chance aufs Weiterkommen zu wahren.
Mit Victoria Kurz und Milla Blaschke schickte Deutschland jenes Duo auf den Court, das bereits gegen Brasilien eine Top-Leistung gezeigt hatte. Doch mit Catherine Rose und Aimee Gibson warteten zwei international etablierte Gegnerinnen. Das eingespielte Duo wurde zuletzt zweimal in Folge britische Meister, Großbritanniens Topspielerin Rose war zuvor allerdings angeschlagen und bestritt gegen Deutschland ihren ersten WM-Einsatz. Gerade für die 19-jährige Blaschke, die bislang nur selten auf der internationalen Tour unterwegs ist, war die Begegnung ein echter Gradmesser.
Kurz und Blaschke fehlt die Konstanz
Dabei zeigte das deutsche Duo durchaus, dass es die spielerischen Mittel hatte, um die Britinnen unter Druck zu setzen. Kurz und Blaschke gelangen immer wieder sehenswerte Punktgewinne, gerade mit offensiven Schlägen und Smashes. Doch während Großbritannien insgesamt deutlich konstanter agierte, unterliefen den Deutschen zu viele vermeidbare Fehler. Symptomatisch: Kurz schlug den Ball beim Satzball zum 2:6 im ersten Durchgang mit einem zu langen Smash klar ins Aus.
Auch im zweiten Satz fanden Kurz und Blaschke nicht die nötige Sicherheit. Trotz erneut vereinzelter Highlight-Schläge ging das zweite Doppel mit 2:6, 2:6 verloren. Die Enttäuschung war den beiden Deutschen anschließend deutlich anzusehen. Dabei hatte gerade Blaschke phasenweise angedeutet, welches Potenzial in ihr steckt: Gegen zwei international erfahrene Gegnerinnen hielt das deutsche Talent spielerisch durchaus mit.
Trotz Gruppenplatz vier: Deutschland kann stolz sein
Im abschließenden Doppel lieferten sich Lena Plümer und Katharina Hering mit den Britinnen Lisa Rachel Phillips und Abigail Tordorff noch einmal einen engen Kampf. Nach gewonnenem ersten Satz mussten sich die Deutschen mit 6:2, 4:6, 4:6 geschlagen geben. So stand am Ende für Deutschland eine 0:3-Niederlage, die deutlicher ausfiel, als es das reine Endergebnis vermuten ließ. Weil Deutschland, Brasilien und Großbritannien jeweils eine ihrer drei Gruppenbegegnungen gewannen, gab die Bilanz der einzelnen Doppel den Ausschlag. Deutschland landete so trotz des Sieges gegen Brasilien auf dem letzten Platz in Gruppe A.
So groß die Enttäuschung über das verpasste Viertelfinale auch ist: Die deutschen Frauen können auf ihre WM-Gruppenphase stolz sein. Schon die Qualifikation für die Weltmeisterschaft war ein Erfolg, der Sieg gegen das favorisierte Brasilien ein echtes Highlight. Dass am Ende trotzdem Frust überwiegt, zeigt auch, wie nah die Mannschaft zwischenzeitlich an einer noch größeren Überraschung war. Für die DPV-Frauen geht es nun in den Platzierungsspielen um die Ränge neun bis 16 weiter.
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